Das interdisziplinäre Symposium der Kunstuniversität Graz geht dem Zusammenspiel von Kunst und Care nach. Es baut auf dem gleichnamigen KUG-Projekt (Leitung: Martina Fladerer, Stefan Heckel) auf und fragt, wie Sorge in Kunst, Care-Arbeit und Aktivismus wirksam wird und welche sorgende Kraft dem künstlerischen Tun selbst innewohnt. Diskutiert werden die ästhetischen, politischen und ethischen Aspekte dieses Zusammenspiels sowie die Frage, wie die Künste auf gesellschaftliche Krisen reagieren und neue Formen des Zusammenlebens denkbar machen. Angesichts sozialer Ungleichheit, unsicherer Kultur- und Care-Strukturen und der Suche nach solidarischen Lebens- und Arbeitsweisen gewinnen diese Fragen zunehmend an Bedeutung.
Das Programm umfasst Vorträge, Workshops, künstlerische Impulse und gemeinsame Austauschrunden. Den Auftakt bildet eine Keynote von Bojana Kunst („What Is Care in Proximity to Art?“); den Abschluss bildet eine Long-Table-Diskussion zwischen Kunst und Care. Darüber hinaus findet am Abend des ersten Tages eine offene Probe mit dem Community-Chor DIE CHORSORGE in der sozialen Einrichtung VinziNest statt. Sie lädt dazu ein, Sorge im gemeinsamen künstlerischen Tun als Praxis des Resonierens, Teilens und Erfahrens zu erleben.
Angesprochen sind Künstler:innen, Kulturschaffende, Forschende und Studierende, Beschäftigte aus Sozial- und Gesundheitsberufen, Aktivist:innen, Entscheidungsträger:innen aus Kultur, Bildung und Sozialpolitik sowie alle Interessierten.
Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung bis 23. November 2026 wird gebeten.
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